Wie viele Steckdosen, Lichtauslässe und Datenleitungen sind sinnvoll?
Die Elektroplanung ist eine der wichtigsten Überlegungen, die im Vorfeld von Baumaßnahmen getroffen werden müssen. Beim Hausbau gibt es Themen, über die man gerne spricht – Küche, Boden, Bad – und solche, die man gerne aufschiebt. Die Elektroplanung gehört oft zu letzterem. Leider merkt man erst später, wie wichtig sie gewesen wäre. Fehlende Steckdosen, schlechte WLAN-Abdeckung oder Mehrfachsteckdosen an jeder Ecke sind typische Zeichen einer zu knapp geplanten Installation.
Damit das nicht passiert, finden Sie hier eine praktische Checkliste mit Fokus auf:
- Steckdosen
- Lichtauslässen
- Daten- und Netzwerkanschlüssen
Erstellt mit dem Know-how von WiPi Elektrotechnik – Meisterbetrieb für Elektrotechnik, Gebäudetechnik, Netzwerktechnik und Smart Home in Düsseldorf und Umgebung.
Hinweis: Normen wie die DIN 18015-2 definieren die Mindestausstattung elektrischer Anlagen. In der Praxis wird meist deutlich umfangreicher geplant.
1. Warum eine gute Elektroplanung so wichtig ist
Elektroplanung bedeutet weit mehr als nur Steckdosen und Licht. Sie legen fest, wie komfortabel, sicher und digital Ihr Haus später funktionieren wird. Dazu gehören:
- Anzahl und Aufteilung der Stromkreise
- Position und Anzahl von Steckdosen und Lichtauslässen
- Netzwerk- und Datenleitungen wie LAN oder TV
- Vorbereitung für Smart-Home-Lösungen
Die DIN 18015-2 sorgt für die Mindestausstattung. Für den Alltag ist es jedoch sinnvoll, eine Stufe großzügiger zu planen. Geräte werden eher mehr als weniger, und digitale Anwendungen wachsen stetig.
2. Wie viele Steckdosen sind sinnvoll?
Die folgenden Angaben sind Erfahrungswerte aus der Praxis und orientieren sich am heutigen Wohnalltag. Grundregel: Lieber eine Steckdose mehr als eine zu wenig.
Wohnzimmer
- Steckdosen: etwa 10 bis 16
- Lichtauslässe: zentraler Deckenauslass plus optionale Akzentbeleuchtung
- Daten/Netzwerk: 1 bis 2 LAN-Doppeldosen an der TV-Wand
Küche
- Steckdosen: etwa 12 bis 20
- Lichtauslässe: Grundbeleuchtung sowie Licht für Arbeitsflächen und Insel
- Daten/Netzwerk: eine LAN-Dose, wenn sich der Router in der Nähe befindet
Schlafzimmer
- Steckdosen: etwa 6 bis 10
- Lichtauslässe: zentral plus Schaltung am Eingang und optional am Bett
- Daten/Netzwerk: eine LAN- oder TV-Dose
Kinderzimmer
- Steckdosen: etwa 6 bis 10
- Lichtauslässe: 1 Deckenauslass
- Daten/Netzwerk: mindestens eine LAN-Doppeldose
Arbeitszimmer / Homeoffice
- Steckdosen: etwa 8 bis 14
- Lichtauslässe: Deckenauslass und gutes Arbeitslicht
- Daten/Netzwerk: mindestens zwei LAN-Doppeldosen
Bad und Flur
- Bad: 4 bis 6 Steckdosen
- Flur: mindestens 2 bis 3 Steckdosen
- Lichtauslässe je nach Länge des Flurs und Bedarf
Technik- oder Hauswirtschaftsraum
- Steckdosen: etwa 6 bis 10
- Daten: zentraler Netzwerkverteiler mit Patchpanel
3. Datenleitungen und Smart Home von Anfang an berücksichtigen
WLAN ist wichtig, aber keine verlässliche Basis für ein ganzes Haus. Wände, Betondecken und Geräte können die Reichweite stark reduzieren. Darum empfehlen wir:
- mindestens eine LAN-Doppeldose pro Wohnraum
- zwei LAN-Doppeldosen am TV und im Homeoffice
- Leitungen für Decken-Access-Points
- Leitungen für Türkommunikation, Kameras oder spätere Smart-Home-Erweiterungen
WiPi Elektrotechnik plant und realisiert sowohl klassische Elektroinstallationen als auch Smart-Home-Systeme. Je früher wir eingebunden sind, desto besser können wir Leitungswege und Verteilerschränke organisieren und Platz für Aktoren oder Sensoren vorsehen.
4. Praktische Checkliste Elektroplanung Hausbau
Diese Liste eignet sich perfekt zum Ausdrucken oder für die digitale Planung auf dem Grundriss.
Allgemein
- Grundriss pro Raum ausdrucken
- Möbel grob einzeichnen
- Pro Raum bestimmen:
- Benötigte Steckdosen
- Schaltstellen für Licht
- LAN- oder Datenanschlüsse
Wohnzimmer
- Genügend Steckdosen an der TV-Wand
- Steckdosen an allen Wänden
- Möglichkeit für zusätzliche Lichtauslässe
Küche
- Ausreichend Steckdosen für Arbeitsflächen
- Separate Anschlüsse für Großgeräte
- Beleuchtung für Arbeitsflächen
Schlaf- und Kinderzimmer
- Zwei Steckdosen je Bettseite
- Steckdosen am Schreibtisch
- Mindestens eine LAN-Doppeldose
Arbeitszimmer
- Steckdosen für IT und Beleuchtung
- Zwei LAN-Doppeldosen
- Gutes Arbeitslicht
Bäder und Flure
- Steckdosen am Spiegel und für zusätzliche Geräte
- Genügend Flursteckdosen
- Optionale Bewegungsmelder
Technik- und Hauswirtschaftsraum
- Platz für Zählerschrank, Unterverteiler und Netzwerkzentrale
- Steckdosen für Router und Smart-Home
- Sternförmige LAN-Verteilung
5. Wie WiPi Sie bei der Elektroplanung unterstützt
Als Meisterbetrieb für Elektrotechnik, Gebäudetechnik, Netzwerktechnik und Smart Home in Düsseldorf begleiten wir Ihr Projekt von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung. Jetzt unverbindlich anfragen!
Wir unterstützen Sie mit:
- Beratung und Planung für Steckdosen, Licht, Datenleitungen und Smart Home
- Abstimmung mit Architekt und Bauträger
- Ausführung in den Bereichen Gebäudetechnik und Netzwerktechnik
- Planung und Umsetzung Ihres Smart Homes
Gerne gehen wir Ihren Grundriss gemeinsam durch und erstellen eine individuelle Elektro-Checkliste, damit Ihre Technik perfekt zu Ihrem Alltag passt.